Unterschiedliche AI kommt bei gleichem Briefing zu unterschiedlichen Ergebnissen:
Suno:
Claude:
Das waren die Warungen:
Die amerikanischen Warnungen
George F. Kennan, der Architekt der Eindämmungspolitik gegen die Sowjetunion, 1997 in der New York Times, mit 92 Jahren:
die verhängnisvollste Fehlentscheidung amerikanischer Politik der gesamten Nachkriegszeit
Er sagte voraus, die Erweiterung werde „die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der russischen Meinung anheizen“, der russischen Demokratieentwicklung schaden und die Atmosphäre des Kalten Krieges zurückbringen.
Der offene Brief an Clinton, Juni 1997 — rund fünfzig führende Außenpolitiker nannten die Erweiterung einen „politischen Fehler historischen Ausmaßes“. Unter den Unterzeichnern: Robert McNamara (Verteidigungsminister unter Kennedy), Sam Nunn (Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Senat), Jack Matlock, Bill Bradley, Gary Hart — und Paul Nitze, einer der schärfsten Falken des Kalten Krieges überhaupt. Das ist wichtig: Es waren nicht die Tauben.
William Perry, Clintons eigener Verteidigungsminister, hat später gesagt, die NATO-Osterweiterung 1996 sei der Punkt gewesen, an dem er dem Rücktritt am nächsten war.
Jack Matlock, letzter US-Botschafter in der Sowjetunion, vor dem Senat 1997: „der tiefgreifendste strategische Fehler seit Ende des Kalten Krieges“.
Der Senat stimmte 1998 trotzdem mit 80 zu 19 zu.
Die deutschen Stimmen:
Egon Bahr, der Architekt der Ostpolitik, hat bis zu seinem Tod 2015 dafür geworben, eine europäische Sicherheitsordnung mit Russland zu bauen statt einer gegen es. Sein bekanntester Satz, vor Schülern 2013:
In der internationalen Politik geht es niemals um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten.
Helmut Schmidt sprach 2014 von Größenwahn, als er die EU-Politik gegenüber der Ukraine beurteilte. Hans-Dietrich Genscher hat zeitlebens für die Einbindung Russlands argumentiert.
Diese drei kann in einer evangelischen Gemeinde niemand als Putinversteher abtun.
Das stärkste einzelne Dokument
Februar 2008, Depesche der US-Botschaft Moskau nach Washington, Betreff: „Nyet Means Nyet: Russia’s NATO Enlargement Redlines“. Verfasser: William J. Burns, damals Botschafter, heute CIA-Direktor. Er schrieb, ein NATO-Beitritt der Ukraine sei
die hellste aller roten Linien für die russische Elite — nicht nur für Putin
und warnte konkret vor russischer Einmischung auf der Krim und in der Ostukraine.
Zwei Monate später erklärte der NATO-Gipfel in Bukarest, die Ukraine und Georgien „werden Mitglieder der NATO werden“. Deutschland und Frankreich hatten dagegengehalten und setzten nur durch, dass kein Fahrplan genannt wurde. Die Depesche wurde durch WikiLeaks öffentlich.