Degas

Von Degas zur Ausstellung in der Adlerstrasse 33

Das letzte in der Ausstellung von Degas gezeigte Bild ist eine Fotografie. Der reife Degas blickt auf ein Leben wirtschaftlichen Erfolgs und Ruhms zurück. Er hat sich der Kunst voll verschrieben und auf Familie verzichtet. Nun macht er sich über den gelegentlich von Menschen unternommenen Versuch lustig, gottgleich zu werden. Der Mensch, eine Seele, kann nicht den Geist beherrschen. Beherrschung des Geistes ist Gegenstand göttlichen Wirkens. Der Versuch, den Geist zu beherrschen, ist gerade in einer Zeit, in der Begriffe wie Neue Weltordnung die Runde machen, begrenzt. Das soll Gegenstand weiterer Ausführung werden.

Der Rahmen als Bestandteil der Bildaussage

Auffällig bei der Degas-Ausstellung in Karlsruhe waren die sehr üppigen meist goldfarbenen Bilderrahmen, die selten zum Bild passten. Die Bilder waren meist ungerahmt verkauft. Der Käufer ließ dann nach seinen Vorstellungen den Rahmen ums Bild arrangieren. Dieser mussten in der Regel zur Inneneinrichtung des Käufers passen und mit dem Preis des Bildes korrespondieren.

Ein Rahmen ist etwas, das eine Darstellung begrenzt. Begrenzt werden auch wir durch Rahmenbedingungen. Oft keimt eine Idee auf, diese erfüllt den Raum und die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft betritt Neuland. Sie fühlt sich euphorisch. Sie sprengt alle Rahmen und wird dann von Ordnungskräften in die Schranken zurückverwiesen. Zurück in den Rahmen. Hierbei kommt es dann oft zum Konflikt von Geist und Seele. Wer bin ich? Der Geist bin ich nicht. Der Geist ist mir aufgesetzt. Die Kirche spricht vom Heiligen Geist. Dieser fällt auch schon mal in Form von Flammen vom Himmel. Ich bin die Seele und interessiere mich dafür, in welchen Situationen ich mich entfalte. Nach der hinduistischen Lehre ist die Seele, passiv und ohnmächtig. Gibt es heutzutage Situationen, in denen die Seele erwacht? Situationen seelischen Bewußtseins? Situationen außerhalb eines viereckigen Rahmens? Solche Situationen möchte ich wiedergeben.

Als Elternvertreter habe ich erlebt, in einen Rahmen gewiesen zu werden. Ich habe eine Dokumentation über die Herunterregulierung öffentlicher Schulen angefertigt – Veränderungen des sozialen Rahmens durch die Neue Weltordnung. Diese Initiative wurde zunächst euphorisch von Rektor und Elternvertreterkollegen begrüßt. Ich fühlte mich als Rat. Als gewählter Vertreter des Volkes. Eine Dokumentation wuchs. Sie wurde der ‘Obrigkeit’ vorgestellt. Die ‚Obrigkeit‘ reagierte verschnupft. Hausverbot in meinem Gymnasium auf Lebzeit. Anruf vom Regierungspräsidium. Ein Strafprozess gegen mich sollte schon laufen. Polizei im Haus. Die Mitstreiter gehen auf Distanz. Akzeptiere ich den aufgezeigten Rahmen? Meine Seele bäumt sich auf. Meine Seele fühlt sich verletzt. Das schöne euphorische Gefühl schwindet. Es wird von aussen entzogen. Beuge ich mich oder beuge ich mich nicht? Muss ich bestraft oder gar getötet werden? Kann mir Bescheidenheit meiner Familie und mir in diesem Konfliktfall das Leben retten?

Ich behielt diesen Modellfall eines Konflikts vor Augen und stieß auf einen wesentlich bedeutenderen Konfliktfall

Vom Mikrokosmos lässt sich auf den Makrokosmos schließen. Ich kann also von Dingen, die sich mir unter dem Mikroskop erschliessen, Erfahrungen für die Welt, die mich umgibt gewinnen. Ein interessanter Ansatz mit enormem Potential. Ein Schlachtfeld für Anstürmende und Ordnungskräfte, die sie in ihren Rahmen zurückweisen. Das Lichtmikroskop bietet die Möglichkeit, lebendiges, unpräpariertes Material zu untersuchen. Schon 1930 hatte ein Entwickler ein Mikroskop gebaut, welches ein Vielfaches der Leistung heutiger Mikroskope hatte. Unter heutigen Mikroskopen ist ein Virus nur ein Punkt. Damals mehr. Das Betrachten lebendiger Viren brächte erhebliche Erkenntnisse über das, was uns reguliert und gelegentlich umbringt. Wie schon zu erwarten wurden die Aktivitäten dieses Forschers unterbunden. Selbst Aktivitäten im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten unter heutigen Lichtmikroskopen, die sich nicht im Rahmen der herrschenden Meinung bewegten, endeten sehr unharmonisch.

Bücher sind in der Regel viereckig und bewegen sich in einem sehr begrenzten Rahmen. Oft sind sie Ausdruck der Stolzes eines Autors. Schon während ihres Drucks sind sie überholt. Eine Internetseite kann dagegen ein aktuelles Onlinebuch sein. Ich habe ein Buchprojekt gestartet, welches den Spalt zwischen dem herkömmlichen Buch und der Internetseite füllen soll. Das Onlinebuch hat vorweg die gute alte Gliederung, ist aber aktualisierbar und findet direkten Zugang zum weltweiten Netz.

Mein heuristisches Erkenntnismodell

Viren bevölkern Zellen sowohl innen als auch aussen. Ist die Erde eine solche Zelle? Sind wir Viren, welche eine Zelle, die Erde, von aussen bevölkern? Welche Interessenkonflikte bestehen zwischen der Erde und ihren Völkern? Was kann die Existenz eines Virus erträglicher machen? Aus dieser Fragestellung habe ich ein Erkenntnismodell abgeleitet und dokumentiert: <Buch im pdf-Format>.

 

Übermut und Auslöschung der Mensch und sein Gott – hier gezeigt in einem typischen ‚Degas-Rahmen‘ (dieser hätte zur Schaffensperiode von Rembrandt auch besser gepasst – ein Beleg für jahrhundertelangen Stillstand bei der Bilderrahmenentwicklung)

Auf dieser Internetsite sind, menümäßig erreichbar, einige meiner Werke dargestellt – z.B. Ahornrahmen. Ich werden bei der Ausstellung mit zusätzlichen Werken überraschen. Dabei möchte ich mich auch technisch mit dem Problem auseinandersetzen, warum Bilder auf dem PC-Monitor so strahlen und dann gerade in dunklen Jahreszeiten in unseren Zimmerecken so stumpf und matt wirken.

Ein weiterer Schluss von einem Mikrokosmos auf einen Makrokosmos.
(Das, was unten ist, ist auch das, was oben ist. ~ Geheimwissenschaften)

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