Mannheimer Schlossfest 2015

Eigentlich wollte ich nur frei gestaltete Rahmen für Künstler produzieren. Dieses Angebot wurde aber nicht angenommen bzw. meine Akquisition kam nur sehr langsam in Gang. Dass Bilder in solcher Kooperation zu Stande kommen, ist ein neuer Gedanke, der erst einmal Raum finden muss. Aus Mangel an Input bin ich dann teilweise selbst wieder in die Fotografie und Grafik eingestiegen. Dass dieses Foto Panoramacharakter hat, ist Zufall. Ich fotografiere in freier Formatwahl und tendiere eher zum Quadrat bzw. Kreis. Bei Weitwinkelaufnahmen, insbesondere Personengruppenaufnahmen, versuche ich möglichst wenig Raumtiefe zu realisieren.

Drohne verloren und Erfahrung gewonnen

FlugNachSonnenAufgang1
FlugNachSonnenAufgang2
Das Terrain, in dem die Drohne abgestürzt ist, ist ein beliebter Modellflugplatz in Karlsruhe/Waldstadt. Der Platz ist eingefasst von einer dschungelartigen, dornigen Vegetation. Diese Aufnahmen habe ich unmittelbar nach Sonnenaufgang gemacht. Zwei Stunden später geschah der Absturz.

Am 24.07.2015 habe ich meine Drohne verloren. Ich wollte nur einmal hoch, eine Rundumsicht vom Regenauffangbecken filmen und wieder runter.

Offensichtlich geriet meine AR Drone 2.0 mit Flight Recorder in den Einfluss eines fremden WLAN-Netzes.

Ich hatte keinen Richtungsbefehl per Tablet gegeben. Gerade von dem Flight Recorder mit GPS hatte ich mir das zuverlässige Halten eines Standorts erhofft. Als die AR Drone 2.0 plötzlich losrauschte, nahm sie meinen sofortigen, mehrmaligen Befehl zum Landen nicht an. Sie steuerte Richtung Osten/Hagsfeld. Ich hörte als sie aus meiner Sichtweite war noch einen dumpfen Knall und hatte den Eindruck, die Drohne sei noch im Stadtteil Waldstadt in einen Baum gekracht. Beim Suchen hatte ich in einem Umfeld von 200 x 200 m die WLAN-Feldstärke 2 (von 3) von der Drohne (Einstellungen). Das auch auf Hagsfelder Seite. In das Programm AR.FreeFlight v2.4.10 kam ich nach dem Absturz nicht mehr rein. Bei meiner Suche, fiel mir auf, dass in der Absturzgegend viele WLAN-Netze operierten. Manche Netze könnten namensmäßig von Gamern gewesen sein.

Das Problem, dass der Landebefehl gelegentlich nicht angenommen wurde, hatte ich auch schon mit einer AR Drone 2.0, die ich reklamiert hatte und durch eine neue ersetzt bekommen hatte. Im Nachhinein habe ich den Eindruck, daß dort, wo viele WLAN-Netze sind, Befehle des eigenen Senders, in meinem Falle ein Tablet ohne Sendeverstärker, oft ignoriert wurden. Beim Betrieb abseits auf einer Waldlichtung hatte ich diese Probleme nicht festgestellt.

Alternative Theorie: Dohne wurde vom Wind vor sich her getrieben.

Windstärke war 2. Die Youtube-Darstellung des Fluges einer AR-Drone 2.0 unter Einfluss eines großen Ventilators spricht gegen diese Theorie. Auch, daß der Befehl zum Landen nicht angenommen wurde. Die Drohne wirkte auch gesteuert und nicht getrieben. Sie war in einer stabilen Fluglage hinten angehoben, vorne leicht abgesenkt. Sie bot Wind besonders wenig Angriffsfläche, weil sie ganz ohne Styroporschutz geflogen wurde.

Fazit

Mir scheint, das WLAN eignet sich nicht zum Steuern von Drohnen. Wenn ich künftig eine WLAN-Drohne über mir schweben sehe, werde ich schnell Schutz suchen. Das Geld für eine bessere WLAN-Drohne habe ich heute gespart. Ich arbeite künftig doch lieber weiter mit Hochstativ und Fachkamera.

Rest_IMG_0271Was mir von der Drohne geblieben ist.

Auch professionelle Drohnen sind ein Sicherheitsrisiko:

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Stelle, an der die Drohne ungefähr aufgeschlagen ist.

NackteDrohne_IMG_0270_800px

Das hängt irgendwo im undurchdringlichen Gestrüpp.